Weiße Fliegen (Kohlmottenschildläuse) an Grünkohl

 

Im Spätsommer bis Herbst treten an Kohlarten häufig verstärkt Weiße Fliegen (Kohlmottenschildläuse) auf. Die trocken-warme Witterung in dieser Zeit begünstigt die Entwicklung dieser Schädlinge. Besonders häufig befallen wird Grünkohl.

 

Festzustellen ist ein Befall vor allem an den Blattunterseiten, wo weiße, fliegenähnliche Tiere zu finden, die bei Berührung der Pflanzen leicht auffliegen. Typisch ist außerdem ein klebriger, z. T. schwärzlicher Belag auf den Blättern (Honigtau), der von den Tieren zurückgelassen wird.

Eine Bekämpfung der Kohlmottenschildlaus ist allerdings nur bei extrem starkem Befall empfehlenswert. Verwendet werden könnten zum Beispiel umweltschonende Mittel wie Neudosan Neu Blattlausfrei (Kali-Seife) oder Schädlingsfrei Hortex (Rapsöl). Soll eine Anwendung dieser Mittel erfolgen, ist darauf zu achten, dass vor allem die Blattunterseiten gut von der Spritzbrühe benetzt werden.

Da die Kohlmottenschildlaus an Kohl und einigen Wildkräutern (Schöllkraut, Saudistel) überwintert, ist es außerdem sinnvoll, keine befallenen Pflanzen bis zum nächsten Frühjahr auf den Beeten stehen zu lassen. Hierdurch wird vorbeugend bereits einem erneuten Befall im Folgejahr entgegengewirkt.


Andreas Vietmeier,
Landwirtschaftskammer NRW, Pflanzenschutzdienst


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Der Grüne Tipp für Februar

 

 

Nutzgarten

  • Jetzt Obstgehölze schneiden, v. a. Apfel, Birne, Pflaume und Beerenobst
  • Bei mildem Wetter können bereits Möhren, Radieschen, Rettich, Petersilie, Spinat und Zwiebeln ausgesät werden (Aussaat mit Vlies oder Folie schützen)
  • Reste der Gründüngung abräumen oder Mulch entfernen und die Beete flach auflockern, ggf. Kompost einarbeiten
  • Feldsalat, Porree, Grün- und Rosenkohl ernten
  • Saatgut aus dem Vorjahr auf Keimfähigkeit überprüfen (Samen am besten zwischen angefeuchtete Haushaltstücher legen)

Ziergarten

  • Spielt das Wetter mit? Dann können Sie bereits Primeln, Stiefmütterchen und Tausendschön pflanzen
  • Bevor es zu warm wird: Noch schnell Kaltkeimer (Akelei, Buschwindröschen, Zierlauch uvm.) aussäen!
  • Im Haus können Balkonblumen vorgezogen werden
  • Außerdem an die Kübelpflanzen im Winterquartier denken und regelmäßig gießen und auf Schädlingsbefall hin überprüfen. Überwinterte Geranien stark zurückschneiden
  • Ziergehölze, Weiden und Hecken zurückschneiden  

Tiere im Garten

  • Damit Vögel in Ihrem Garten Quartier beziehen, sollten Sie jetzt alte Nistkästen gründlich reinigen. Entfernen Sie dazu Nester und groben Schmutz. Bei Parasitenbefall zusätzlich sorgfältig mit Wasser abbürsten (keine chemischen Reinigungsmittel verwenden)
  • Das sollten Sie bei der Anbringung beachten: Hängen Sie den Nistkasten an einem festen Drahtbügel auf (um dem Baum nicht zu schaden) und richten sie ihn mit der Öffnung nach Osten oder Südosten aus. Wichtig: Achten Sie darauf, dass der Brutplatz für Katzen unerreichbar bleibt  

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Februar

 

Der Februar (lateinisch februare ‚reinigen‘) ist seit 153 v. Chr. der zweite Monat des römischen Kalenders. Er wurde nach dem römischen Reinigungsfest Februa benannt. In Teilen Österreichs, in der Pfalz und im Schwäbischen wird er auch Feber genannt.

Der Monat umfasst in Gemeinjahren 28 Tage und in Schaltjahren 29 Tage. Der eigentliche Schalttag ist der 24. Februar, d. h. in Schaltjahren wird nach dem 23. Februar ein Tag eingeschoben, was jedoch nur für die kirchlichen Feiertage und Namenstage von Bedeutung ist, die sich vom 24. Februar und den folgenden Tagen in Schaltjahren auf den 25. Februar etc. verschieben. Dies erklärt, weshalb das Schaltjahr bspw. im Französischen année bissextile heißt: In der Antike wurde der 24. Februar (der sechstletzte Tag vom 29. aus gerechnet, lat. sex) doppelt (lat. bis) gerechnet.

 

Der alte deutsche Name für den Februar ist Hornung, weil der reife Rothirsch in diesem Monat sein Gehörn (Geweih, Stangen) abwirft und beginnt, ein neues Geweih zu schieben. Eine andere Theorie geht davon aus, dass Hornung „der im Winkel/Geheimen gezeugte Bastard“ bedeutet, da er in der Anzahl der Tage zu kurz kommt. Im Elsass wird dieser Monat auch heute noch so bezeichnet. Weitere gebräuchliche Namen waren Schmelzmond und Sporkel oder Spörkel. Bei Gärtnern war früher die Bezeichnung Taumonat (Taumond) üblich.

Die Bezeichnung Narrenmond für den Februar rührt daher, dass in dieser Zeit die alten Vorfrühlings- und Fruchtbarkeitsrituale abgehalten wurden, um die Dämonen des Winters zu vertreiben. Unter dem Einfluss der Christianisierung wurden diese ausgelassenen Feierlichkeiten als Fastnacht (Fassenacht, Fasnet) oder Fasching auf die Tage vor dem Aschermittwoch beschränkt, so dass diese Narrenzeit (meistens) im Februar endet.

 

Im römischen Kalender war der Februarius ursprünglich der letzte Monat. Aus diesem Grund erhielt genau dieser Monat damals überzählige Schalttage angehängt, ein Brauch, der sich durch die julianische und gregorianische Kalenderreform hindurch erhalten hat.

Der Februar beginnt in Nicht-Schaltjahren mit demselben Wochentag wie der März und der November, in Schaltjahren wie der August.

Der Februar beginnt immer mit demselben Wochentag wie der Juni des Vorjahres.

Banktechnisch hat der Februar wie jeder andere Rechnungsmonat 30 Zinstage, so dass Zinsabrechnungen zum 30. Februar durchaus sinnvoll sind.

 

 

Wetterregeln

Für den Fastnachtsmonat Februar insgesamt, sowie für einzelne Tage des Monats erdachte der Volksmund einer überwiegend agrarwirtschaftlich geprägten Gesellschaft eine Vielzahl von Bauernreglen, die häufig kurz- bis mittelfristige Wetterprognosen für den nachfolgenden Zeitraum erstellen.

  • Der Feber muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen.
  • Wenn im Feber die Mücken geigen, müssen sie im Märzen schweigen.
  • Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr.
  • Ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr.
  • Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr.
  • Ist der Februar trocken und kalt, kommt im März die Hitze bald.
  • Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren.
  • Nebel im Februar – Kälte das ganze Jahr.
  • Heftiger Nordwind im Februar vermelden ein fruchtbar Jahr.
  • Wenn der Nordwind doch nicht will, so kommt er sicher im April.
  • Im Februar müssen die Stürme fackeln, dass dem Ochsen die Hörner wackeln.
  • Ist's im Februar zu warm, friert man zu Ostern bis in den Darm.
  • Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind.
  • Im Hornung Schnee und Eis, macht den Sommer lang und heiß.
  • Wenn's im Februar nicht schneit, schneit's in der Osterzeit.
  • Kalter Februar gibt ein gutes Roggenjahr.


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